Technischer Blog CEFEP

Einige EN- und ISO-Standards bieten detaillierte Anleitungen zur Schätzung des Energieverlusts bei Dämmlücken, sprich: wenn Armaturen ungedämmt bleiben.

Je nach Standort, kann ein einziger unisolierter Flansch einen äquivalenten Wärmeverlust von 3 bis 5 m eines ungedämmten Rohres entsprechen.

Die EN ISO 12241:2008 zeigt auf, dass, je nach Standort, ein einziger unisolierter Flansch einen äquivalenten Wärmeverlust wie 3 bis 5 m eines geraden ungedämmten Rohres haben kann – dies bedeutet eine Steigerung des Energieverlusts von 300% bis max. 500%.

Diese Energieverluste durch Dämmlücken können durch andere Maßnahmen nicht wieder ausgeglichen werden. Eine Verbesserung der Dämmdicke auf geraden Rohrleitungsteilen oder die Verwendung von Dämmstoffen mit günstigeren Wärmeleitfähigkeiten bringt im Vergleich zur Isolation der Flansche und anderen Armaturen nur eine marginale Verbesserung.

Flexible Isolierung, die einfache Lösung bei Dämmlücken

Flexible Isolierung, die einfache Lösung bei Dämmlücken

Ein Dämmsystem ist nur so effizient, wie sein schwächstes Glied, so dass die Dämmung aller Armaturen unerlässlich ist. Diese Elemente weisen oft eine schwierige Geometrie auf, flexible Isoliermaterialien, welche einfach und passend gefertigt werden können, sollten daher die erste Wahl für alle Baubeteiligten sein.

FEF und PEF Dämmmaterialien sind äußerst flexibel, womit eine Isolierung der kompliziertesten Armaturen möglich wird. Sie bieten auch weitere entscheidende Vorteile: Dämmmaterialien aus FEF und PEF können leicht ohne spezielle Werkzeuge in die benötigten Größen zugeschnitten werden, einzig und allein ein scharfes Messer ist dafür notwendig. Die Materialien sind komplett frei von Staub und Fasern, was ein „sauberes“ Arbeiten gewährleistet. Auch das Arbeitsumfeld wird nicht durch Verschmutzungen belastet.

Die Dämmung aller Teile eines Rohrleitungssystems ist mit Produkten aus Elastomer- und Polyethylenschaum leicht zu bewerkstelligen. Aufgrund ihrer Flexibilität und der geschlossenen Zellstruktur können sie einfach zugeschnitten und so auf Anlagenteile appliziert werden. Nur wenn alle Teile eines Rohrleitungssystems gemäß dem anerkannten technischen Regelwerk gedämmt sind, ist ein effizientes Arbeiten und Funktionieren der Gebäudetechnik gewährleistet. So wird jeden Tag Energie und CO2 eingespart und die Anlage dauerhaft vor Korrosion geschützt.

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Die Isolierung von Rohrleitungen der technischen Gebäudeausrüstung findet oft nur nachträglich Berücksichtigung und wird meist ohne Rücksicht auf Details, Art des Dämmmaterials und Installation vorgenommen. Dies führt oft zu nicht fachgerecht gedämmten Anlagenteilen wie Flanschen, Ventilen oder Rohrstutzen. Schwierig zugängliche Rohrleitungsteile bleiben oft ungedämmt oder werden in manchen Fällen mit PVC bzw. Klebebändern überdeckt.

Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft(FfE) in München hat im 2012 eine Studie zur Auswirkung mangelhafter und unvollständiger (thermischer) Dämmung bei Rohren und Rohrleitungen durchgeführt. Sechs bestehende, gedämmte Rohrleitungssysteme unterschiedlicher Unternehmen wurden in die Studie mit einbezogen.

Die Ergebnisse deckten ein enormes Einsparpotenzial auf: eine Nachrüstung aller ungedämmten Komponenten des Rohrleitungssystems würde den Energieverlust um mehr als 20%(1) reduzieren.

Obwohl nicht für alle Gebäude und Anwendungsarten repräsentativ zeigen die Erkenntnisse aus der Studie klar, dass eine lückenlose Wärmedämmung von Rohrleitungen eine deutliche Auswirkung haben kann. Besonders wenn es darum geht, den Energieverbrauch und CO2- Ausstoß von Gebäuden zu verringern.

Quelle: (1) (1) FfE Studie – Energieeinsparpotenzial durch technische Dämmungen (Endbericht, November 2012)

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Die Oberflächentemperatur der Isolierung über dem Taupunkt zu halten ist der Schlüssel zur effektiven Verhinderung von Tauwasser. Dabei sind die Dämmschichtdicke und die Wärmeleitfähigkeit wichtige Einflussfaktoren, wenn es jedoch um die Kontrolle der Oberflächentemperatur der Isolierung geht, ist der Emissionsgrad der Oberfläche des Dämmstoffes von entscheidender Bedeutung.

Während der Absorptionsgrad die Fähigkeit des Materials bezeichnet, elektromagnetische Wellen aus der Umgebung aufzunehmen, beschreibt der korrelierende Emissionsgrad das Potenzial eines Stoffes, Energie etwa in Form von Wärmestrahlung abzugeben. Durch den hohen Emissionsgrad von nicht reflektierenden dunklen Oberflächen sind diese bestens zur Steuerung der Oberflächentemperatur geeignet. Relativ geringe Dämmdicken können so zur verlässlichen Kontrolle von Tauwasser genutzt werden.

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Gesundheitliche Risiken minimieren: Technische Dämmstoffe aus flexiblen Elastomeren (FEF) und Polyethylen (PEF) unterstützen die Gesundheitsprävention im Heizungs- und Sanitärbereich. Besonders im Hinblick auf die Versorgung mit Trinkwasser wirkt eine korrekte Isolierung der Rohrleitungen bakteriellen Krankheitserregern entgegen. "Legionellen vermehren sich in stagnierendem Wasser bei 25° C bis 60° C oft sprunghaft", erklärt Georg Eleftheriadis, Obmann des europäischen Fachverbandes CEFEP (Celle). "Wärmedämmende Schäume aus FEF und PEF vermeiden gefährliche Temperaturschwankungen und sichern somit die Qualität und Reinheit des Trinkwassers." Geschlossenzellige Dämmstoffe schützen mit ihrer integrierten Dampfbremse die Leitungen zugleich dauerhaft vor Durchfeuchtung und Energieverlusten.

Hohe Qualitätsstandards und ein striktes Reinheitsgebot reglementieren den Umgang mit Trinkwasser in der Europäischen Union. Die EU-Norm EN 806 gibt betriebs-, bau- und verfahrenstechnische Maßnahmen vor, die zur Gewährleistung von sauberem Trinkwasser umgesetzt werden sollen. Das Wachstum von Legionellen und Bakterien wird bei Temperaturen zwischen 25° C und circa 60° C begünstigt, sowohl in Warm- als auch in Kaltwasserleitungen. In kleinen Tröpfchen eingeatmet – beispielsweise als Aerosol in der Dusche – können Legionellen zu einer Lungenentzündung führen. „Um einer mikrobiellen Kontamination entgegenzuwirken, müssen unter anderem warm- und kaltgehende Leitungen durch eine technische Dämmung strikt voneinander isoliert werden", erklärt Georg Eleftheriadis, Obmann der europäischen Interessengemeinschaft CEFEP.

Zuverlässige Dämmung schützt vor Kontamination

Eine fachgerechte Dämmung schützt Warm- und Kaltwasserleitungen effektiv vor falscher Temperierung. Sie hilft nach EN 806-2 das Abkühlen der Warmwasserleitung unter 60 und die Erwärmung des Kaltwassers über 25° C zu verhindern. Grundsätzlich ist zu prüfen, ob die Dämmstoffdicke korrekt bestimmt wurde. Dabei sind auch wesentliche Einflussgrößen wie Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und Anlagentemperatur zu berücksichtigen. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto dünner kann die Isolierung sein. Dabei muss eine Durchfeuchtung der Dämmstoffe vermieden werden, da sich sonst die Dämmeigenschaften des Materials verschlechtern. Hier leisten geschlossenzellige Materialien wie technische Schäume aus flexiblen Elastomeren (FEF) und Polyethylen (PEF) gute Arbeit - vor allem an sanitären Kaltwasserleitungen. Denn wenn die Betriebstemperatur der Leitungen niedriger ist als die der Umgebungsluft, schlägt sich Luftfeuchtigkeit als Tauwasser nieder. Mit der richtigen Dicke wirken Schäume aus FEF und PEF dieser Tauwasserbildung an der Installation entgegen. Dank ihrer integrierten "Dampfbremse" verhindern sie zugleich, dass Feuchtigkeit den Dämmstoff durchdringt. So helfen sie nicht nur die Wassertemperaturen konstant zu halten und damit die Rohroberfläche zu schützen, sondern dienen auch in erheblichem Maße der Energieeinsparung.

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Mind the Gap: Zusätzliche Energieeinsparpotentiale realisieren

Die Verwendung flexibler, geschlossenzelliger Dämmsysteme reduzieren Wärmebrücken eines Rohrleitungssystems sowie den Energieverbrauch.

 

Tauwasserverhinderung

Lernen Sie mehr zum Thema Verhinderung von Tauwasser bei kälte- und klimatechnischen Anlagen.

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